Geschäftsstelle Striesen des Arbeit und Lernen Dresden e.V. saatgut-Anbau beim Arbeit und Lernen Dresden e.V. Schweissen beim Arbeit und Lernen Dresden e.V. Heumachen beim Arbeit und Lernen Dresden e.V. Herstellung von Solarkochern beim Arbeit und Lernen Dresden e.V.

Arbeit und Lernen Dresden e.V.

Unsere Standorte

STRIESEN
Lauensteiner Straße 17
01277 Dresden
Sitz der Geschäftsführung, Bau von Solar­kochern und LED-Leuchten

ZSCHIEREN
Wilhelm-Weitling-Straße 66
01259 Dresden
Holzbearbeitung, Altmöbelaufbereitung, Modell­bau

SEIDNITZ
Oskar-Röder-Straße 1
01237 Dresden
Zimmererarbeiten

FRIEDRICHSTADT
Bremer Straße 18
01067 Dresden
Jungpflanzen und Kräuterzucht, Hauswirtschaft, Natursteinbearbeitung

LAUBEGAST
Salzburger Straße 6
01279 Dresden
Fahrrad- und Nähmaschinenreparaturen, Metall­bearbeitung und Schweißen

OCKERWITZ
Am Querfeld 8
01157 Dresden
Ökologische Saatzucht, Kompostierung, Erhalt der Biodiversität

JOHANNSTADT
Fetscherstraße 111
01307 Dresden
Schuldner- und Insolvenzberatung

20 Jahre öffentlich geförderte Beschäftigung für benachteiligte Personen

Tätigkeitsbericht der Geschäfts­führung

2009, immerhin das 20. Geschäftsjahr, war eines der bisher anspruchsvollsten Geschäfts­jahre.

Bereits zu Beginn des Jahres 2009 galt es, zu den traditionellen handwerklich geprägten Trai­nings­stätten, eine Schuldner- und Insolvenz­beratung zu übernehmen und erfolgreich weiterzuführen. Damit verbunden war eine Satzungsänderung als Erweiterung des Vereins­zweckes und gleichzeitige Prüfung der Anwendung des Sächsischen Vereinsrechts.

Unabhängig von der Konfession, Herkunft, Sprache oder Hautfarbe bildet nunmehr die Priorität in der öffentlich geförderten Be­schäf­tigung die Unterstützung in der Hilfe zur Selbsthilfe, die individuelle Betreuung sowohl beim Erwerb traditioneller handwerklicher Kom­pe­ten­zen, als auch die beratende Tätigkeit im Alltagsleben und bei notwendigen Behörden­gängen.

Vergrößerung des Angebotes an die Teilnehmer

In diesem Sinne konnte der Verein den Teilnehmern in den Maßnahmen der öffentlich geförderten Arbeit ein noch größeres Angebot unterbreiten. Insgesamt nahmen über 250 Teil­nehmer in über 30 Maßnahmen das Angebot der öffentlich geförderten Arbeit nach dem Sozial­gesetzbuch II an. Dabei konnten durch­schnittlich 80 Teilnehmer in den ersten 3 Monaten des Jahres die traditionellen Ar­beits­beschaffungsmaßnahmen (ABM) abschließen und durchschnittlich 60 Teilnehmer ab März 2009 das neue Instrument AGH-EV in Anspruch nehmen – eine Form der öffentlich geförderten Beschäftigung, die durch einen Arbeitsvertrag mit einer tariflichen Wochenarbeitszeit höhere Verbindlichkeiten schuf und dem Teilnehmer das Verständnis zum Aufbau eines eigenen Erwerbslebens erleichterte. Darüber hinaus konnten im Projekt „Hilfe zur Arbeit für Ausländer“ bis zu 30 Stellen pro Monat und für Dritte bis zu 50 Stellen pro Monat in den 7 Trainingswerkstätten angeboten werden. In der Spitze waren damit 327 Arbeitnehmer (dazu fast die Hälfte im sozialabgabepflichtigen Arbeits­verhältnis) beim Verein beschäftigt.

Integrationsraten als Spiegel der Wirksamkeit

Ein Maß dafür ist die erzielte Integrationsrate von über 20% in diesen öffentlich geförderten wirtschaftsnahen Maßnahmen. Das Gros der Teilnehmer, über 150, wurde in den traditionellen Maßnahmen der Mehraufwandsentschädigung beschäftigt. Ziel war es dabei, die individuellen Defizite durch sowohl berufsorientierte als auch allgemein orientierte Maßnahmen der Bewe­gungs­therapie und der gesunden Lebenshaltung zu ergänzen.

Die Auswertungen der Technischen Universität und die über 10 %ige Integrationsrate verdeut­lichen, dass Anspruch und Realität aus der Sicht der Maßnahmeteilnehmer in Über­ein­stim­mung mit den geschäftspolitischen Zielen der SGB II-ARGE Dresden sind und dem Sinn einer ganzheitlichen Betreuung nahe kommen.

Unter Nutzung der Mitgliedschaft im Landes­verband der Parität, der Aktivitäten im Trägerverbund öffentlich geförderte Arbeit und anderweitiger Kooperationen mit gemeinnützigen Trägern der Stadt Dresden, konnte das Netzwerk der Zusammenarbeit weiter vergrößert und verbessert werden.

Höhere Effizienz bei Kon­zen­tra­tion der Werkstätten

Dabei konnte in den einzelnen Projekten und Maßnahmen die Effizienz der berufsorientierten Auswahl der Maßnahmeteilnehmer erhöht werden, bei Erweiterung der Anzahl der zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze und der Erhöhung des Konzentrationsgrades der Werkstätten.

So konnte z.B. in der Trainingsstätte Wilhelm-Weitling-Straße 66 die gesamte Holz­be­ar­bei­tung von der Spielzeugherstellung, der Holz­teilefertigung, der Möbelaufbereitung und des Modellbaues konzentriert werden. Gleiche Prin­zipien konnten bei der Metallaufbereitung in der Trainingsstätte Salzburger Straße 6 sowie im Gartenbau auf der Bremer Straße 18 und Am Querfeld 8 verwirklicht werden.

Die aufgezeigten Bemühungen des Teamworks von Anleitern / Betreuern und Sozialarbeitern brachten im gesamtbetriebswirtschaftlichen Er­geb­nis des 20. Geschäftsjahres den Durchbruch im Betriebsergebnis.